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Schulsprecher - Halbgott oder doch nur Schüler?
Linz - 22.10.2020
Was sind die Aufgaben einer Schulsprecherin bzw. eines Schulsprechers? Zahlt es sich überhaupt aus, sich zur Wahl zu stellen? Wie sieht der Alltag eines Schulsprechers aus? Diese und noch viele weitere Fragen durften wir im Interview mit Emir Raisov, dem ehemaligen Schulsprecher des BORG Linz, stellen.
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Viele haben nicht den Mut, sich aufstellen zu lassen, finden, die Verantwortung sei einfach viel zu groß und denken, sie seien der Aufgabe nicht gewachsen. Doch wie wir von Emir erfuhren, brauche man gar nicht so viel: „Teamfähigkeit, Kommunikations-Skills, gutes Zeitmanagement und schon bist du gut dabei.“ Das andere komme mit der Zeit, eben learning by doing, so Emir. „Ich habe das Glück gehabt, dass ich ein engagiertes Team und zwei zuverlässige Stellvertreterinnen hinter mir haben durfte, so konnte ich, obwohl ich schon in der 8. Klasse war, mich auch in dieser Position ausprobieren und einige tolle Erfahrungen sammeln.“ Das Einzige, was er dabei bereut, ist, dass er sich nicht schon in der 7. Klasse zur Wahl gestellt hat. „Die Idee an sich hatte ich schon in der 7. Klasse, doch ich habe leider noch nicht den Mut gehabt. Im Nachhinein bereue ich es schon ein bisschen.“

Seine Fähigkeiten in vielen Bereichen hätten sich durch das Schulsprecheramt verbessert, so Emir. Seine Kommunikation- und Organisationsfähigkeiten am meisten. „Man ist auf einmal eine Bezugsperson, und obwohl es eine Verantwortung mehr ist, gibt es nichts Schöneres, als Mitschüler*innen den schulischen Alltag zu erleichtern.“

Doch was macht ein*eine Schulsprecher*in eigentlich?
Er oder sie vertritt die Schule nach außen. Sitzt im Schulgemeinschaftsausschuss (SGA) und darf im Zuge dessen bei Angelegenheiten wie Sport- und Kulturwochen oder Zwickeltagen mitentscheiden und ist für die Kommunikation zwischen Schüler*innen und Lehrer*innen bzw. Direktion verantwortlich. Da man als Schulsprecher*in leider nicht mit jedem*jeder einzelnen Schüler*in persönlich kommunizieren kann, passiert das meist durch die Klassensprecher*innen (Klassensprechersitzungen).

Schulsprecher*in werden: Was springt für mich dabei raus?
„Frau Professor Paquor-Rosenberger nimmt bei SGA-Sitzungen immer einen Kuchen mit, allein dafür lohnt es sich, Schulsprecher zu werden. Scherz beiseite, die Erfahrung, die neuen Leute, mit denen man sonst nie in Kontakt kommen würde, die Fortbildungsmöglichkeiten (Rhetorikworkshops, ...) sind auch nur ein paar von all den Privilegien und Vorteilen, die man als Schulsprecher hat.“ Und es mache sich natürlich auch gut im Lebenslauf, bei der Bewerbung um Studien- oder Arbeitsplätze.
Marija Janjikj und Katharina Rathner, 7ik

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